1636 (Pfarrer ist seit 1626 Johannes Lüdekind) muss die Kirche teilweise abgebrannt sein. Sie ist sicherlich nicht mehr als Versammlungsort der Gemeinde genutzt worden, denn Lüdekind schreibt: „man trifft sich auf einem freyen Platze in der großen Ufern“. Dort im Wald wurden Kinder getauft und Verstorbene begraben. Endgültig brannte alles 1644 nieder. Pastor Lüdekind schreibt: „Für die Erdgeborenen gibt es keine Ruhe, gibt es keinen Frieden, es quält sie der grausige Hader mit seinem Geschick.“ Pfarrer Lüdekind schrieb eine Bittschrift nach Wolfenbüttel, in der um Übersendung eines höheren Geldbetrages bat, da er „nur durch fremde gutherzige Leute versorgt würde“ und „sonst sein Brot hätte durch Betteln“  suchen müssen. Nach dem Frieden von Münster und Osnabrück im August und Oktober 1648 kam es zwar nicht mehr zu Kampfhandlungen, aber an einen Wiederaufbau von Dorf und Kirche war erst 1651 zu denken. Auch der am 07.01.1655 verstorbene Pfarrer Lüdekind wird links vom Altar beigesetzt. Die Inschrift in seinem, heute nicht mehr erhaltenen, Grabstein lautete: „Non desperandum! Jesu laudabile nomen Salvat credentes. Crede, beatus eris!“ (Niemals verzweifeln! Der herrliche Name Jesu rettet, die an ihn glauben. Glaube und du wirst selig!“)
1658 erhält die Kirche, in der Amtszeit von Caspar Ballhausen, ein neues Dach, die Beseitigung der inneren Brandschäden wird durchgeführt und der Turmhelm wird mit eichenen Schindeln neu gedeckt. In seine Zeit fällt auch die Anschaffung der Abendmahlskelche aus vergoldetem Silber (1663)

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Fortsetzung

1669 bis 1696 war Thomas Campe hier Seelsorger. Der letzte Schaden, die defekte große Glocke wurde neu gegossen. Als Johann August Sauerwald seine Stelle 1695 antritt, findet er eine ordentliche Kirche in einem annehmbaren Zustand vor. Er sorgt auch für den Neubau des Pfarrhauses ( 1700 ), da das alte „untüchtig, unbrauchbar, baufällig und unbequemlich“ sei.
Dieses Pfarrhaus versieht heute noch seinen Dienst.
In den Jahren 1702 bis 1713 trägt Pastor Caspar Gustedt in seiner Amtszeit vieles zur Verschönerung der Kirche bei. So wird eine Orgel aus der Zellerfelder Kirche beschafft, welche 1853 gegen die heutige ausgetauscht wird.

1669 bis 1696 war Thomas Campe hier Seelsorger. Der letzte Schaden, die defekte große Glocke wurde neu gegossen. Als Johann August Sauerwald seine Stelle 1695 antritt, findet er eine ordentliche Kirche in einem annehmbaren Zustand vor. Er sorgt auch für den Neubau des Pfarrhauses ( 1700 ), da das alte „untüchtig, unbrauchbar, baufällig und unbequemlich“ sei. Dieses Pfarrhaus versieht heute noch seinen Dienst.

In den Jahren 1702 bis 1713 trägt Pastor Caspar Gustedt in seiner Amtszeit vieles zur Verschönerung der Kirche bei. So wird eine Orgel aus der Zellerfelder Kirche beschafft, welche 1853 gegen die heutige ausgetauscht wird.

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